Aktionsbündnis für mehr Chefärztinnen

Ziel:

Erhöhung des Anteils der Ärztinnen in chefärztlichen Positionen in kommunalen Krankenhäusern und Kliniken

Methode:

Umsetzung bundesweiter Aktionen zur Ermutigung von Ärztinnen, sich auf chefärztliche Positionen zu bewerben

Organisation:

AKG-Geschäftsstelle mit Unterstützung von Akteur*innen für Chancengleichheit und Gleichstellungsbeauftragten der kommunalen Krankenhäuser

Organisationsteam

Jutta Ballwieser
Gleichstellungs- und AGG-Beauftragte, Klinikum Nürnberg Universitätsklinik der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität

Ann-Sophie Bleise-Hankel
Referentin der Personalvorständin, Gesundheit Nordhessen Holding AG

Ina Colle
Stabsstelle Frauenförderung + Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH

Dorothea Grabe
Gleichstellungsbeauftragte und Beauftragte und Leitung für Diversity und Familie, Städtisches Klinikum Solingen gGmbH

Dr. Susanne Harff
Frauenvertretung, Vivantes Netzwerk für Gesundheit GmbH

Melissa Muth
Referentin Unternehmensentwicklung und Projektmanagement, Mühlenkreiskliniken AöR

Theresa Lackner
Stabsstelle Betriebliche Gleichbehandlung, München Klinik gGmbH

Dr. Andrea Rothe
Leitung Stabsstelle Betriebliche Gleichbehandlung, München Klinik gGmbH

Christoph Schulze
Leiter der Geschäftsstelle, Allianz Kommunaler Großkrankenhäuser e. V.

Julia Städter
Leitung Unternehmensentwicklung, Mühlenkreiskliniken AöR

In Kooperation mit dem Netzwerk Gender und Gleichstellung in kommunalen Krankenhäusern (Netzwerk GGKK).

Das Netzwerk GGKK ist ein bundesweites Netzwerk, das primär auf kommunale Krankenhäuser, Kliniken und krankenhausähnliche Einrichtungen ausgerichtet ist. Ziel ist die Förderung von Gendergerechtigkeit und Gleichstellung in kommunalen Krankenhäusern, um die Gleichstellung der Geschlechter in allen Aspekten des Arbeitslebens zu verbessern. Das Netzwerk GGKK ist nicht parteiisch, verfolgt jedoch engagiert die Idee der tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern. Das Netzwerk GGKK setzt sich zusammen aus Gleichstellungsbeauftragten, Ansprechpartnerinnen für Gleichstellungsfragen, Chancengleichheits- und Diversity-Beauftragten der Mitgliedsorganisationen. https://www.netzwerk-ggkk.de/

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Ausgangssituation:

Frauen sind in ärztlichen Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert, obwohl es seit vielen Jahren ausreichend viele Potentialträgerinnen in der Medizin gibt. Unter denjenigen Ärztinnen und Ärzten, die eine fachärztliche Weiterbildung haben – Voraussetzung, um eine Führungsposition zu übernehmen – machen Ärztinnen inzwischen gut die Hälfte aus. Ab den oberärztlichen Positionen fällt ihr Anteil ab und in den chefärztlichen Positionen liegt der Anteil der Ärztinnen bis heute bundesweit bei maximal 15 Prozent bis 20 Prozent.

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Die Ursache für die „leaky pipeline“ bzw. „Geschlechterschere“ in der Medizin, wie dieses Phänomen genannt wird, sind u.a.:

  • Der sog. „Similar-to-me-Effekt“, durch den Entscheider*innen vor allem solche Personen nachziehen bzw. befördern, die sie als ähnlich wahrnehmen. Bei einem Männeranteil von ca. 80 Prozent bis 85 Prozent unter den Chefärzt*innen sind das vorrangig Männer.
  • Ärztinnen fehlen vielfach die gleichgeschlechtlichen Vorbilder.
  • Für den beruflichen Erfolg sind nicht allein fachliche Qualifikationen ausschlaggebend, sondern auch Führungsqualifikationen sowie fördernde und unterstützende Beziehungen. Frauen verfügen bisher seltener als Männer über solche Förderbeziehungen.
  • Ärztinnen erleben die bekannte Doppelbelastung von Beruf und Care-Verantwortung, die zu einer Zurückhaltung bei den Karriereambitionen führt.
  • Es findet nach wie vor eine Reproduktion sozialer Ungleichheiten statt durch unbewusste Vorurteile (Unconscious Biases) wie z.B. die Unterstellung mangelnder Leistungsbereitschaft und Kompetenz aufgrund von Teilzeitarbeit oder mangelndem Führungswillen wegen ihres partizipativeren und weniger hierarchischen Auftretens.


Lösungsansätze:

Chefärztinnen und Chefärzte werden in der Regel nicht aus dem eigenen Haus besetzt, sondern von extern. Deswegen ist es zentral, dass Aktionen mit dem Ziel der Erhöhung des Anteils der Ärztinnen in chefärztlichen Positionen in kommunalen Krankenhäusern und Kliniken auf Bundesebene stattfinden.

Die AKG-Kliniken als bundesweit aufgestellte Organisation ist daher ideal geeignet, mit Unterstützung von Akteur*innen für Chancengleichheit und Gleichstellungsbeauftragten der kommunalen Krankenhäuser, gemeinsame Maßnahmen umzusetzen.

Weitere Planung:

2025 fand das erste bundesweite Treffen von Ärztinnen statt, die kurz-, mittel- und langfristig Chefärztin werden wollen - für den 19.11.2026 ist die Fortsetzung mit einem zweiten Treffen in Berlin in Vorbereitung. Die Organisation liegt bei der AKG-Geschäftsstelle mit Unterstützung von Gleichstellungsbeauftragten aus kommunalen Krankenhäusern und Akteur*innen für Chancengleichheit in Kooperation mit dem Netzwerk Gender und Gleichstellung in kommunalen Krankenhäusern (Netzwerk GGKK).

Zielgruppen der Tagung: alle Ärztinnen, die kurz-, mittel- und langfristig Chefärztin werden wollen, Gleichstellungsakteurinnen aus kommunalen Krankenhäusern, Klinikleitungen und Chefärztinnen

Mittel- und langfristig: Ausbau und Verstetigung des Aktionsbündnisses und bundesweite Vernetzung, u.a. in Form von regelmäßigen Treffen der interessierten Ärztinnen

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Coming soon

Wir hatten am 23. Oktober mit rund 50 Teilnehmenden eine tolle Veranstaltung mit vielfältigen Impulsen, Diskussionen und guten Gesprächen. Mit dem Feedback aus verschiedenen Kanälen werden wir uns im Organisationsteam und den Gremien der AKG-Kliniken auseinandersetzen und planen, wie es weitergeht.

Ein Ergebnis steht aber schonmal fest: Es soll weitergehen!

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